Infos
Die DDR bezeichnete sich als antifaschistischen Staat. Doch was war darunter konkret zu verstehen? Welche Faschismusdefinition lag diesem Anspruch zugrunde, und welche Rolle spielte dabei der Antisemitismus? Im
Infos
Die DDR bezeichnete sich als antifaschistischen Staat. Doch was war darunter konkret zu verstehen? Welche Faschismusdefinition lag diesem Anspruch zugrunde, und welche Rolle spielte dabei der Antisemitismus? Im Vortrag geht Dr. Sebastian Voigt diesen Fragen nach und beleuchtet, wie in der DDR über Nationalsozialismus, Faschismus und die Ermordung der Jüdinnen und Juden gesprochen wurde – und ebenso, wo Themen ausgeblendet, relativiert oder anders als in der Bundesrepublik gewichtet wurden. Dabei nimmt er den erinnerungspolitischen Umgang mit der Shoah in den Blick, einschließlich der Spannungen zwischen antifaschistischem Anspruch und real existierendem Antisemitismus. Eingeordnet werden diese Aspekte in die lange Geschichte des Judenhasses, die weit vor dem Nationalsozialismus beginnt: vom antiken Antijudaismus über den christlichen Judenhass des Mittelalters bis hin zum bürgerlich-politischen Antisemitismus des 18. und 19. Jahrhunderts.
Sebastian Voigt ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Zeitgeschichte, München – Berlin, und Privatdozent an der Ruhr-Universität Bochum.
Moderation: Dr. Steffi Brüning, Leiterin der Dokumentation- und Gedenkstätte Rostock.
Zeit
18:00 6:00pm(GMT+02:00)
Organizer
