19Jan20:00Sentimental Value (OmU)

Infos

Sentimental Value

SENTIMENTAL VALUE

Regie: Joachim Trier | Darsteller: Renate Reinsve, Stellan Skarsgård, Inga Ibsdotter Lilleaas | Frankreich, Norwegen 2025 | Drama | Originalsprache: Norwegisch

Ein Film über das, was zwischen Menschen bleibt, wenn Worte fehlen: Joachim Trier verdichtet eine zerbrochene Vater-Tochter-Beziehung zu einem kraftvollen Gefühlsrausch voller Humor, Schmerz und unerwarteter Zärtlichkeit. Ein emotionales Geflecht aus Erinnerung, Versöhnung und ungelebtem Leben, still, tief und erschütternd echt – ein preisgekröntes, vibrierendes Familendrama mit Renate Reinsve und Stellan Skarsgård!

Nora (Renate Reinsve) und Agnes (Inga Ibsdotter Lilleaas) verbindet eine komplexe Beziehung zu ihrem Vater, der seine Arbeit stets über die Familie stellte. Nun steht Gustav (Stellan Skarsgård) nach Jahren der Funkstille plötzlich wieder vor der Tür – mit einem charmanten Grinsen und dem emotionalen Gepäck eines halben Lebens. Augenblicklich geraten alte Familiendynamiken ins Rollen. Und nach und nach wird deutlich, dass sich Vater und Töchter ähnlicher sind, als sie glaubten. Vielleicht ist es doch nicht zu spät für einen Neuanfang… Mit seiner losen Oslo-Trilogie (REPRISE; OSLO, 31. AUGUST; DER SCHLIMMSTE MENSCH DER WELT) hat sich Joachim Trier längst zum Dauergast auf dem großen Festivalparkett entwickelt. Nun erweitert er die Reihe mit einer Variation der Themen, die sich durch sein bisheriges Œuvre ziehen, erzählt erneut von Menschen, die sich zwischen Selbstbild und Wirklichkeit zerreiben. Und wenn es um schwierige Familienverhältnisse geht, sind für einen Regisseur aus dem europäischen Norden ab 4. Dezember weder Bergman noch Ibsen sonderlich weit. So überrascht es nicht, dass sich der gefeierte Norweger auf beide bezieht. Am deutlichsten im Namen der Hauptfigur Nora, einer Frau, die im Laufe des lose strukturierten Dramas ihr Verhältnis zum lange abwesenden Vater auf den Prüfstand stellt. Dem Auteur gelingt eine vielschichtige Erzählung über Beziehungen und Gefühle, die nur schwer in Worte gefasst werden können. Er verwandelt Familiengeschichte in ein Spiegelkabinett aus Erinnerung, Film und Schuld – sanft, von großer emotionaler Reife und herzzerreißend ehrlich. Die großartige Renate Reinsve spielt ihre Nora mit stiller Wucht, Skarsgård gibt den alternden Vater und Künstler, der die Welt inszeniert, weil er sie nicht erträgt, mit einer beeindruckenden Bandbreite. Ein leises, leichtfüßiges Meisterwerk, das davon erzählt, wie schwierig es ist, das eigene Leben klar zu betrachten – und wie viel Mut darin liegt, Schmerz offen zu begegnen, ohne ihn zu verklären.

» Bleibt noch lange nach dem Abspann im Kopf und im Herzen! « TAZ

» Ein vielschichtiges Meisterwerk! « INDIEWIRE

» Wunderbar! « TIME MAGAZINE

Großer Preis der Jury, Cannes 2025!

Norwegischer Oscar-Kandidat!

Nach oben